Flächensuchhunde

Flächensuchhunde werden angefordert, wenn größere Gebiete, z. B. Waldstücke oder Felder und Wiesen möglichst schnell nach einer vermissten Person abgesucht werden müssen.  

Wenn der Mensch etwas sucht, benutzt er seine Augen oder er muss in übersichtlichem Gelände mit langen Stangen im Gebüsch herumstochern. Dazu braucht es oft Hundertschaften der Polizei. Sie bilden lange Suchketten suchen Schulter an Schulter vorrückend nach der vermissten Person.  Je unübersichtlicher das Gelände ist, umso personal- und zeitaufwendiger wird das Ganze. Der Suche mit einer Wärmebildkamera vom Hubschrauber aus, sind auch Grenzen gesetzt.

Hier spielen vor allem die Tageszeit, die Außentemperatur und die Geländebeschaffenheit eine große Rolle.

Ein ausgebildetes Rettungshundeteam ersetzt ca. 50 Personen einer menschlichen Suchkette. Ein Hund besitzt ca. 220 Millionen Riechsinneszellen (im Vergleich: der Mensch ca. 5 Millionen). Ein Rettungshund stöbert nach menschlicher Witterung und kann selbst bei schlechter Sicht und dichtem Unterholz einen Mensch in 500 Metern riechen und orten. Die Suche mit Hunden ist daher jederzeit möglich.

Wird der Hund fündig, zeigt er dies zuverlässig an. Das kann einerseits durch Verbellen geschehen, was bedeutet, dass der Hund in unmittelbarer Nähe der aufgefundenen Person bleibt und so lange bellt, bis der Hundeführer eintrifft. Eine weitere Anzeigeart ist das Rückverweisen. Hier läuft der Hund  zum Hundeführer zurück und bellt oder springt ihn an, um seinen Fund anzuzeigen. Gemeinsam mit dem Hundeführer geht es dann zur gefundenen Person.

Um einen einheitlichen Ausbildungsstand gewährleisten zu können, müssen sich Flächensuchhunde alle 18 Monate einer Prüfung (nach GemPPO) unterziehen. Daher ist regelmäßiges und effektives Training wichtig, um die Einsatzfähigkeit zu erhalten.  

Volltextsuche

Ihr Ansprechpartner

Timo Griebel
Leitung Rettungshundestaffel

Tel.: 0 92 65 / 99 18-0

E-Mail: rettungshunde@asb-kronach.de