Mantrailer

Jeder Mensch hat einen ganz individuellen Geruch, ähnlich einem Fingerabdruck.

Hat man die Möglichkeit, eine vermisste Person direkt vom letzten Sichtungspunkt aus suchen zu können, ist der Mantrailer die erste Wahl. Mantrailer oder Personenspürhunde folgen dem Individualgeruch der vermissten Person.

Damit der Hund weiß, welcher Spur er folgen soll, erhält er einen Geruchsartikel. Dies ist meist ein Kleidungsstück der vermissten Person. Es kann jedoch auch extra ein Geruchsträger angefertigt werden.

Wichtig ist, dass es sich ausschließlich um den Individualgeruch der Person handelt und Mischgerüche vermieden werden.

Die Suche wird an der Stelle begonnen, an der die vermisste Person ganz sicher das letzte Mal gesehen wurde.  Der Hund nimmt den Geruch aus der Umwelt auf und folgt ihm bis zum Schluss. Hierbei darf er sich nicht von den Geschehnissen um ihn herum ablenken lassen. Und er soll hierbei immer der jüngsten Spur folgen.

Mantrailer eignen sich besonders für die Suche nach verwirrten Menschen oder Kindern in bewohnten Gebieten und Städten, da sie an der Leine arbeiten. Es spielt für den Hund keine Rolle, ob er in der Stadt oder in natürlicher Umgebung sucht. Er folgt immer dem Individualgeruch der vermissten Person, auch über lange Strecken.

Hat er die gesuchte Person gefunden, zeigt er dies durch Vorsitzen, Anspringen oder Anbellen an. Auch das Ende einer Spur (Person ist zum Beispiel in einen Bus eingestiegen) muss der Hund anzeigen. Ebenso ist es wichtig, dass der Hund anzeigt, wenn es gar keine Spur gibt. Dies macht die Ausbildung so umfangreich und spannend.

Für Mantrailer gibt es im ASB eine eigene Prüfungsordnung, um auch hier einen hohen Ausbildungsstandard zu gewährleisten.   

Eine Zusammenarbeit mit Flächensuchhunden ist im Einsatz sinnvoll.

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Ihr Ansprechpartner

Timo Griebel
Leitung Rettungshundestaffel

Tel.: 0 92 65 / 99 18-0

E-Mail: rettungshunde@asb-kronach.de